Eine kleine Sitzgeschichte


Rund 12 Stunden des Tages verbringen wir auf unserem Allerwertesten.
Ob auf dem Weg zur Arbeit, im Beruf, beim Fernsehen, oder abends in gemütlicher Runde, der Mensch ist sesshaft geworden.
Das war nicht immer so.
Unsere Vorfahren, vom Jäger und Sammler bis zum ländlichen Siedler, waren erheblich mehr in Bewegung.
Sie hockten, knieten oder legten sich hin, um auszuruhen.
In der Antike wurde das Sitzen zum Symbol der inneren Erhöhung.
Davon zeugen griechische und ägyptische Bilder und Skulpturen sitzender Götter.
Im Mittelalter waren es dann zunächst die Mönche, die sich im Alltag niederließen.
Adelige durften wenig später entsprechend ihres Standes auf einem Armlehnenstuhl, Hocker oder Sitzkissen Platz nehmen.
In der Neuzeit war das Sitzen ein Symbol für das Streben nach Gleichheit.
Nun setzten sich auch die normalen Bürger, in der Kirche.
Erst im vergangenen Jahrhundert mußte denn auch die große Masse Sitzfleisch beweisen.

Fakten

Bis zu 80.000 Stunden sitzt der Mensch während seines Arbeitslebens in Ausbildung und Beruf.
Die Sitzzeit am Arbeitsplatz nimmt zu.
Daraus resultieren immer stärkere Sitzbelastungen für den arbeitenden Menschen.

   
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